Korrektur einer Kapselfibrose

ab 2 Stunden
Vollnarkose / Dämmerschlaf mit Leitungsblock
1 Woche
ab 6.500 €

 

Immer wieder stellen sich in unserer Praxis Patientinnen vor, die nach einer externen Brustvergrößerung Probleme entwickelt haben.

Durch unsere hohen Fallzahlen in der rekonstruktiven Brustchirurgie haben wir eine hohe Kompetenz in der Korrektur dieser „Problemfälle“ entwickelt.

Was ist eine Kapselfibrose?

Die sogenannte Kapselfibrose stellt die am häufigsten auftretende Nebenwirkung bei der Brustvergrößerung mit Implantaten dar. Grundsätzlich bildet der Körper immer als Reaktion auf das Implantat als Fremdkörper eine Kapsel aus, diese ist aber im Normalfall nur ein pergamentpapierdünnes Häutchen, ohne Probleme zu bereiten. Bei der pathologischen Fibrose, einer überschießenden Reaktion ähnlich einer Vernarbung, kommt es zu einer massiven Verdickung und damit Verhärtung der Kapsel. Die Konsequenzen sind für die Patienten zunehmende Schmerzen, Verhärtung der Brust und Dislokation des betroffenen Implantates. Der Prozess schreitet in der Regel langsam voran. Man klassifiziert die Stufen nach Baker, wobei Baker 1 der Normalzustand und Baker 4 der Maximalzustand der Kapselbildung ist.

Was sind die Gründe für eine Kapselfibrose?

Gründe für eine Kapselfibrose sind nachgewiesenermaßen eine bakterielle Besiedelung der Implantatoberfläche. Aus diesem Grunde sollte bei der Brustvergrößerung auf eine maximale Sterilität geachtet werden. Die Implantate sollten über eine Einführhilfe eingebracht, nicht mit der Haut in Berührung kommen und im Idealfall nur einmal implantiert werden. Bei uns wird die Implantathöhle zuvor mit einer Antibiotikalösung gespült. Wenn möglich verzichten wir bei geringsten Sekretmengen auch auf die Verwendung von Drainagen.

Weitere Risikofaktoren für die Entstehung einer Kapselfibrose sind neben genetischer Veranlagung auch Austritt von Silikongel bei einer Ruptur, die bei älteren Generationen von Implantaten häufiger auftritt.

Auch bei neueren Implantaten mit sicheren Hüllen kann eine Kapselfibrose auftreten, das ist jedoch um einiges seltener der Fall.

Wie kann eine Kapselfibrose behandelt werden?

Je früher Veränderungen an der Brust gemerkt werden, die auf eine Kapselfibrose hinweisen, desto besser sind die Möglichkeiten, eine nicht-operative Behandlung zu erreichen.

Im fortgeschrittenen Stadium ist jedoch in der Regel eine vollständige Entfernung des Implantates mitsamt der ganzen Kapsel unumgänglich. Es kann anschließend grundsätzlich eine erneute Implantation erfolgen. Falls das Implantat zuvor über dem Muskel eingebracht wurde, empfehlen wir unbedingt einen Etagenwechsel unter den Muskel, denn das Risiko eines Rezidivs kann hierdurch vermindert werden. Gleichzeitig haben sich Implantate mit einer sogenannten Polyuretanschaum-Oberfläche (PU-Implantate) als sehr risikoarm erwiesen und sollten bei einem Erst- oder Zweitrezidiv in jedem Fall erwogen werden.

Nicht selten muss nach einer Kapselentfernung eine Stabilisierung des unteren Pols durch Eigengewebe oder biologische Matrizes (z.B. Strattice) durchgeführt werden. Diese Fälle sind ebenfalls sehr individuell anzugehen und in einem Beratungsgespräch zu klären.

Wird von einem Patienten durch den hohen Leidensdruck eine erneute Vergrößerung durch Implantate abgelehnt, kann alternativ der Volumenaufbau auch durch Eigenfett-Transplantation erfolgen. Je nach Zielvolumen muss diese Prozedur jedoch manchmal in mehreren Sitzungen erfolgen.

Wie viel kostet die Korrektur einer Kapselfibrose bei Goldbek Medical?

Die Kosten einer Brustkorrektur bei einer vorliegenden Kapselfibrose hängen von der angewandten Methode ab und werden bei Goldbek Medical ab ca. 6500 Euro durchgeführt.

In manchen Fällen kann eine (Teil-)Kostenübernahme von der Krankenkasse erfolgen, die im Vorfeld beantragt werden muss. Wir stehen Ihnen hierfür gerne zur Verfügung.


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