Der Begriff Mammaaugmentation wird in der ästhetischen Medizin als Sammelbezeichnung für alle Behandlungen zum Aufbau des Brustvolumens verwendet. Das deutsche Synonym ist deshalb auch Brustvergrößerung. Dabei stehen mehrere Vorgehensweisen zur Auswahl. Soll mit der Mammaugmentation nur ein kleinerer Volumenzuwachs erzielt werden, kommt der Cell-Assited Lipotransfer zum Einsatz. Diese Methode wurde von dem Japaner Kotaro Yoshimura entwickelt und verwendet Eigenfett, bei welchem die darin enthaltenen Stammzellen modifiziert werden. Dadurch lässt sich das Risiko einer Nekrose gegenüber den vorherigen Methoden zum Brustaufbau mit Eigenfett signifikant reduzieren. Außerdem werden die Ergebnisse deutlicher und dauerhafter.

Alternativ kann die Mammaaugmentation mit Brustimplantaten erfolgen. Die Implantate weisen nahezu durchweg eine Silikonhülle auf. Als Füllung kommen pures Silikongel, Silikongel mit Microphagen oder Kochsalzlösung in Frage. Implantate mit Microphagen im Silikongel haben den Vorteil eines reduzierten Gewichts. Kochsalzlösung wird als Füllung bei Interimslösungen gewählt, wenn eine sehr erhebliche Volumenvergrößerung erfolgen soll, bei welcher eine schrittweise Dehnung des Gewebes zur Schaffung der notwendigen Hohlräume erforderlich ist. Dabei ersparen Ventile zur langsamen Erhöhung der Füllmenge den mehrfachen Austausch der Implantate.