Psoriasis

Die dermatologische Abteilung des Goldbek Medical ist eine Schwerpunktpraxis für Menschen mit schwerer Schuppenflechte.
Wir sind spezialisiert auf die innerliche (systemische) Behandlung mit allen verfügbaren Wirkstoffen mit dem Ziel einer weitgehend erscheinungsfreien Haut, so dass die bei uns in Behandlung befindlichen Patienten nahezu keine Einschränkung ihrer privaten und beruflichen Entwicklung durch die Psoriasis mehr erfahren.

Expertise

Dieses Ziel erreichen wir durch ein professionelles Team aus zwei Psoriasis-Fachschwestern, die beide ausgebildete Study-Nurses sind, und dem behandelnden Arzt Dr. Buck, der über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Behandlung der Psoriasis verfügt und seit über 10 Jahren eine große Zahl von Patienten mit Biologika-Therapien betreut. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit einer Reihe von Facharztpraxen für Rheumatologie und Gastroenterologie zusammen, die Patienten mit häufigen Komorbiditäten Hand in Hand mit uns versorgen. Herr Dr. Buck hält zudem Vorträge über die Versorgung chronisch-entzündlicher Hauterkrankungen und bietet in lockeren Abständen Patienten-Fortbildungen in der Praxis an.
In unserer Praxis tragen wir zur Weiterentwicklung und weiteren Verbesserung der Psoriasistherapie bei, indem wir als Prüfzentrum an interventionellen und nichtinterventionellen sowie Registerstudien teilnehmen.

Was ist Psoriasis?

Psoriasis ist nicht ansteckend! Psoriasis ist keine Allergie! Psoriasis ist nicht „nur“ eine Hautkrankheit!
Die Psoriasis ist eine im Erbgut verankerte Störung des Immunsystems, die zu einer Entzündungsaktivität in der Haut und im Organismus führt. Die Entzündungsaktivität bewirkt an charakteristischen Körperstellen – manchmal auch an der gesamten Haut – rötliche, schuppende und erhabene Flecken, sogenannte „erythematosquamöse Plaques“ kurz: Plaques. Im Gegensatz zur Neurodermitis sind hier in der Regel die Streckseiten der Extremitäten, also Knie und Ellenbögen betroffen und es kommt nur bei einem Teil der Patienten zu Juckreiz.

Im Erbgut verankert bedeutet nicht, dass zwangsläufig auch Eltern oder Großeltern betroffen sein müssen, und auch nicht, dass die Krankheit von Geburt an bestehen muss. Es handelt sich bei einem guten Teil der Betroffenen um ein erstmaliges Auftreten in der Familie und der Beginn der Psoriasis kann im (Klein)kindesalter liegen oder auch erst im höheren Erwachsenenalter. Oftmals ist ein Auslöser (Trigger) für den ersten Schub zu erkennen, beispielweise ein schwerer Infekt, starker psychisch belastender Stress oder auch ein neu eingesetztes Medikament gegen Bluthochdruck.

Psoriasistherapie

Um möglichst vielen schwer betroffenen Patienten helfen zu können, möchten wir im Folgenden über die Hauterkrankung Psoriasis informieren und über die Klassifikation in die Schweregrade aufklären.
In Deutschland verfügt das Gesundheitswesen über die weltweit besten Versorgungsmöglichkeiten für schwer betroffene Patienten. Damit das so bleibt, muss genau festgestellt werden, ob Patienten wirklich einer in der Regel teuren systemischen Therapie zugeführt werden müssen, oder ob es sich noch um eine leichtere Form handelt, die mit guten modernen Präparaten für die äußerliche Therapie in den Griff bekommen werden kann.

Wie ist die mittelschwere bis schwere Psoriasis definiert?

Es gibt drei wichtige Messwerte (Scores), die in jeder klinischen Studie und in jeder professionell arbeitenden Hautarztpraxis bei Patienten mit Schuppenflechte erhoben und dokumentiert werden. Nach Leitliniendefinition müssen zwei dieser Scores einen Wert von 10 oder höher erreichen, um eine systemische Therapie rechtfertigen zu können. Dies ist im internationalen Vergleich eine relativ niedrige Hürde, für jeden Betroffenen allerdings schon eine das Privat- und Berufsleben stark beeinträchtigende Erkrankung.

Body Surface Area (BSA)

Dieser Score misst die von Psoriasis Flecken (Plaques) betroffene Hautoberfläche. Als Faustregel kann gesagt werden, dass eine Handfläche des betroffenen Patienten 1% der Körperoberfläche entspricht. Bestehen beispielsweise an einem Oberschenkel zehn 2cm durchmessende Flecken, dann müssen diese im Geiste zusammengeschoben werden. Damit ergeben diese dann eine Handfläche, also etwa 1% betroffene Körperoberfläche. Ein anderes Beispiel ist die Kopfhaut. Sollte diese komplett betroffen sein, so werden zur Abdeckung der gesamten Kopfhaut etwa 4 Handflächen benötigt, also wären in diesem Fall 4% zu messen.

Psoriasis Area & Severity Index (PASI)

Bei diesem Score wird für die einzelnen Körperzonen Kopf, Rumpf, Arme und Beine jeweils die betroffene Fläche gemessen und zusätzlich die Stärke der Rötung, der Schuppung und der Erhabenheit der Psoriasisflecken (Plaques) bestimmt. Über eine Rechenformel wird der PASI-Wert bestimmt.

Dermatologischer Lebensqualitäts Index (DLQI)

Über einen Fragebogen ermittelt dieser Score, wie stark Patienten in ihrem Alltag durch die Schuppenflechte beeinträchtigt sind. Ihren DLQI-Wert können Sie hier ermitteln.

Sonderfälle

Es gibt Patienten, die am Körper keine große betroffene Fläche aufweisen, jedoch trotzdem so stark beeinträchtigt sind, dass sie für eine systemische Therapie in Frage kommen. Dies ist dann der Fall, wenn im Gesicht, an den Händen oder im Intimbereich eine Psoriasis auftritt, die mit sämtlichen äußerlichen Behandlungsmöglichkeiten, die ein erfahrener Dermatologe anbieten kann, nicht in den Griff zu bekommen ist. In solchen Fällen kann es dazu kommen, dass der behandelnde Arzt eine systemische Therapie vorschlägt und diese in dem Fall ebenfalls von der Krankenkasse getragen wird.

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